Neue Lottopreise und der Staat verdient kraeftig mit

Kaum eine Steuer wird so bereitwillig und ohne Murren bezahlt, wie die Steuer auf staatliche Lotteriespiele.
Die bekannteste Lotterie ist die des Deutschen Lotto- und Totoblocks, die allgemein nur als das „Lotto“ bezeichnet wird.

Neue Regeln neue Preise

Seit dem 4. Mai gelten für die Lotterie 6 aus 49 neue Regeln und auch ein neuer Preis.
Hatte ein Lottospieler bisher für ein ausgefülltes Kästchen 75 Cent zahlen müssen, muss er dafür künftig 1 Euro auf den Lottotresen legen.
Das ist eine kräftige Steigerung um circa 30 Prozent, zusätzlich ist wie bisher die Bearbeitungsgebühr zu zahlen.
Der Staat und die Länder streichen ungefähr 40 Prozent der Lottoeinnahmen für sich ein.
Die Preiserhöhung sollte sich also kräftig in den Kassen der Finanzminister bemerkbar machen.
Sicher wird die Erhöhung von 30 Prozent nicht eins zu eins durchschlagen, viele Spieler werden sich überlegen, ob sie angesichts der Preiserhöhrung, nicht die Anzahl der gespielten Kästchen reduzieren.

Um nicht zu viele Spieler zu vergraulen, hat man die Preiserhöhung marketingtechnisch gut als „Regeländerung“ verpackt und diese in den Vordergrund gestellt.

Neue Regeln neue Gewinnklassen

Zwei große Änderungen stechen heraus.
Erstens die Abschaffung der Zusatzzahl und zweitens die Einführung einer neuen Gewinnklasse.
Die Zusatzzahl wird künftig durch die Superzahl ersetzt, dadurch erhöhen sich zunächst einmal die Gewinnchancen für die Lottospieler.
Denn die Zusatzzahl wurde aus den Zahlen 1 bis 49 gezogen und die  Superzahl  wird nur aus der Zahlenreihe Null bis Neun gezogen.

Daneben wird die zusätzliche Gewinnklassen 9 eingeführt.
Hat ein Lottospieler zwei richtige Zahlen angekreuzt und zusätzlich die Superzahl richtig, erhält er einen festen Gewinn von 5 Euro.

Eine weitere Änderung gibt es beim Jackpot, aufgrund der neuen Regelung wird er zukünftig stärker steigen wenn in einer Ziehung kein Haupttreffer erfolgt.

Alle Änderungen auf einen Blick hat sehr schön das Lotto24-Magazin in Form einer Infografik aufbereitet.

Quelle: magazin.lotto24.de

Wird die Rechnung aufgehen ?
Ich denke schon.
Ähnlich wie bei den Rauchern, die sich auch kaum von den Preis- und Steuererhöhungen schrecken lassen, werden auch die Lottospieler die Preiserhöhung akzeptieren und weiterhin die Hoffnung auf den großen Gewinn nicht aufgeben.

Ich habe noch keinen Lottospieler sagen hören:

„Wenn das Kästchen 1 Euro kosten höre ich auf“

Ihr etwa ?

 

 

EU enteignet die Sparer

Zypern ist klein und Zypern ist weit, aber was die EU ihren Bürgen als Zypern-Rettung verkauft ist unglaublich.
Zypriotische Banken sollen ihren Sparern 6,75 Prozent, bzw. 9,9 Prozent ihrer Guthaben als Beteiligung an der Rettung einziehen.

Für Guthaben bis 100.000 Euro gilt der Satz von 6,75 Prozent, darüber sind es 9,9 Prozent.

Sicher ist Zypern ein Land, dass lange Zeit von dem aufgeblähten Finanzsystem gelebt hat, doch geht es ja eigentlich zuerst um eine Bankenrettung und erst dann um die Rettung des Landes.
Derzeit liegen auf den zypriotischen Bankkonten ungefähr 43 Milliarden Euro die den Zyprioten selbst gehören und 20 Miliarden sind Einlagen von Ausländern.
Ein Land das lange deutlich über seinen Verhältnissen lebt muss natürlich immer damit rechnen, dass es den Gürtel auch mal enger schnallen muss (außer Amerika). In Zypern muss aber vor allem wegen dem aufgeblähten Bankensystem gerettet werden und da sollten zunächst mal diejenigen beteiligt werden, die zuvor davon profitierten.

Das sind einmal die Eigentümer der Banken und dann diejenigen die den Banken das Geld gegen hohe Zinsen zur Verfügung gestellt haben .
Bevor es also die Sparer erwischt, die glauben ihr Geld sicher angelegt zu haben, sollten mal die Käufer von zypriotischen Anleihen beteiligt werden.

Bei den Käufern ideser Anlaiehn wird es sich aber wiederum vor allem um Banken und Großinvestoren handeln, doch bleiben mal wieder außen vor.

Es bleibt abzuwarten, wie lange sich die Grichen, Italiener und Spanier noch sicher sind, nicht auch auf diese Weise zur Landesrettung herangezogen zu werden.
Das könnte einen wunderbaren „Bankenrun“ auslösen, der wiederum diese ganze Eurokrise endlich beenden könnte.
Nachdem Motto: Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.

Die deutschen Sparer können sich dann gleich bei Angela Merkel melden, die ja das Versprechen abgab:

Das Geld der Sparer ist sicher !

80 Millionen Bonus

Erst einen 80.000.000 Euro Bonus kassieren und dann gefeuert werden.

Das ist einem der bestbezahlten Händler der Deutschen Bank passiert.
Der Händler war in den sogenannten LIBOR-Skandal verstrick.
Händler der Banken haben vor und während der Finanzkrise die Zinssätze von LIBOR und EURIBOR zu ihren Gunsten manipuliert und dadurch enorme Handelsgewinne eingestrichen.
Dem erwähnte Händler wurde 2009 die Rekordsumme von 80 Millionen als Bonus genehmigt, in 2011 wurde er wie sieben weitere Händler von der Bank entlassen.
Die Bonuszahlung war zu diesem Zeitpunkt noch nicht koplett ausgezahlt, ca. die Hälfte der Bonuszahlung konnte die Bank noch einbehalten.
Die zugesagte Prämie entsprach dem Bericht zufolge einem festen Prozentsatz der von dem Händler erzielten Gewinne.

Mittlerweile sind die Boni der Bänker stärker an längerfristige Erfolge gekoppelt.
Sie werden vermehrt in Aktien und über mehrere Jahre gestreckt ausgezahlt.

Hausbesitzer klagen gegen Grossbanken

In Amerika haben zahlreiche Hausbesitzer eine Sammelklage gegen 12 Großbanken eingereicht.
Grund für die Klage sind die Manipulationen um den Interbankenzins Libor, mittlerweile bekannt als LIBOR-Betrug.

Die Kläger argumentieren durch die Unregelmäßigkeiten bei der Festlegung des Zinses wurden ihre Kredite deutlich verteuert.
Die Händler der Großbanken in Nordamerika und Europa hätten besonders an Tagen, an denen Hypothekenzinsen festgelegt wurden, den Libor künstlich in die Höhe getrieben.

Ein Rechtsanwalt der Kläger sagte gegenüber der Financial Times, dass er sich vorstellen kann, das bis zu 100.000 Immobilienbesitzer gegen die Banken klagen könnten.

Zu den Banken die unter Verdacht stehen den Libor manipuliert zu haben ist auch die Deutsche Bank.
Mit der Manipulation haben die Banken ihren Refinanzierungskosten falsch dargestellt und so gewaltige zusätzliche Gewinne eingestrichen.

Wie hoch die Schadensforderungen der Kreditnehmer sind ist bisher nicht bekannt.
Das Schadensersatzforderungen in Amerika ganz andere Summen erreichen wie hierzulande ist aber bekannt.