Franzoesische Banken wollen deutsche Firmen

BNP und SocGen wollen Geschäft in Deutschland ausbauen

“Der Mittelstand hat mehr als 1.200 Firmen in seinen Reihen, die Weltmarktführer auf ihren jeweiligen Feldern sind”, sagt der Vize-Chef der französischen Bank BNP Paribas in Deutschland. Diese Unternehmen würden schon heute einen großen Teil ihrer Produkte exportieren.
Trotz aller Verwurzelung in Deutschland, ist er überzeugt, dass diese Unternehmen auf der ganzen Welt unterschiedlichste Bankdienstleistungen und Betreuung vor Ort benötigen.

Sie passen damit genau ins Beuteschema der BNP Paribas, die in rund 80 Ländern der Erde vertreten ist.
Um mit mehr deutschen Unternehmen ins Geschäft zu kommen, eröffnet BNP im Laufe des Jahres drei neue Betreuungszentren in Hannover, Berlin und Nürnberg.
Im vergangenen Jahr hat die größte französische Bank bereits mehr als 100 neue Firmenkunden im östlichen Nachbarland gewonnen.

Druck auf Commerzbank und Landesbanken nimmt dadurch weiter zu

Die BNP profitiert dabei auch davon, dass die deutsche Volkswirtschaft größer ist als BNPs Heimatmarkt und schneller wächst.
Für Frankreich rechnet die EU-Kommission in diesem Jahr nur mit einem Plus von einem Prozent, in Deutschland geht sie von 1,8 Prozent aus. Hinzu kommt, dass BNP und ihr kleinerer Konkurrent Societe Generale seit der Finanzkrise massiv Risiken abgebaut und ihre Kapitalpolster gestärkt haben.
Nun blasen die französischen Marktführer zum Angriff, während viele deutsche Konkurrenten noch mit Schrumpfen und dem Abbau von Altlasten beschäftigt sind.
“Deutschland ist für Societe Generale in den kommenden Jahren ein Wachstumsschwerpunkt”, sagt Guido Zoeller, der Deutschland-Chef von Frankreichs zweitgrößter Bank. Im Kapitalmarktgeschäft arbeitet SocGen bisher vor allem mit großen deutschen Unternehmen zusammen. Aber dabei soll es laut Zoeller nicht bleiben. “In Zukunft wollen wir unseren Kundenstamm etwas nach unten ausbauen, aber nicht wie andere Auslandsbanken um kleine Mittelständler werben.” Die drittgrößte französische Bank Credit Agricole spielt Finanzkreisen zufolge ebenfalls mit dem Gedanken, ihr Geschäft in Deutschland auszubauen.

Die deutschen Geldhäuser müssen sich somit auf einen noch härteren Kampf um heimische Unternehmen einstellen.
Die Ergebnisse der Commerzbank und vieler Landesbanken hängen stark vom Firmenkundengeschäft ab.
Und die Gewinnmargen in diesem Bereich sind in Deutschland wegen des intensiven Wettbewerbs zwischen Privatbanken, Landesbanken, Sparkassen und genossenschaftlichen Instituten bereits heute so niedrig wie in kaum einem anderen Land. “Deutschland ist ein relativ risikoarmer Markt, allerdings sind auch die Margen nicht die höchsten”, räumt SocGen-Manager Zoeller ein.

Ob die Wachstumspläne der Franzosen in Deutschland aufgehen, ist allerdings fraglich, viele Mittelständler stehen den ausländischen Banken grundsätzlich skeptisch gegenüber.

5 Prozent risikolos

5 Prozent Rendite bei einer risikolosen Anlage hat eine Bankerin versprochen.
Ja warum denn nicht werden einige sagen, das kann doch sein, besonderns noch vor einigen Jahren.
Durchaus, aber der Punkt ist, die 5 Prozent Rendite sollte die Anlage nicht im Jahr einbringen, sondern 5 Prozent pro Monat war angeblich das Versprechen.

Jetzt wurde Anklage gegen die Dame aus Hof erhoben.
Mit einem alten Trick wurden zu die Anleger um über 10 Millionen Euro betrogen.

Um den Anlegern bei laune zu halten wurde das alt bekannte Schneeballsystem genutzt.
Den Ermittlern zufolge trat die 50jährige Investmentbankerin gegenüber Investoren als seriöse und erfahrene Geschäftsfrau auf.
Diesen habe sie zugesichert, dass es ihr aufgrund besonderer Kontakte im Bereich des Investmentbankings möglich sei Gelder risikofrei für eine monatliche Rendite von 5 Prozent und mehr anzulegen.

Wie sagte schon Einstein:
„Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit,
aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.“

Ich habe das Gefühl, bei der menschlichen Gier ist es auch so.

Anklage gegen Hoeneß

Die Staatsanwaltschaft hat gegen den Präsidenten des FC Bayern München, Uli Hoeneß, Anklage wegen Steuerhinterziehung erhoben.
Die Anklage wurde dem 61-Jährigen Hoeneß bereits zugestellt.
Die Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichts München wird nun darüber entscheiden, ob die Anklage zugelassen und das Hauptsacheverfahren eröffnet wird.
Bis die Strafkammer zu einer Entscheidung kommt wird es noch etwas dauern.
Voraussichtlicher Termin ist Ende September Anfang Oktober.

Gespannt darf man sein, sollte das Verfahren eröffnet werden, in welcher Höhe er der Steuerhinterziehung angeklagt wird.
Ich kann mir gut vorstellen, dass der Hoeneß da dem Zumwinkel in nichts nachstehen wird und solange gefeilscht wird bis das Gericht keine Haftstrafe aussprechen muss.

DZ Bank spekuliert nicht mehr mit Nahrungsmitteln

Immer mehr Banken verzichten offiziell auf den Handel mit Derivaten auf Agrarrohstoffe.
Diese Woche meldet die DZ Bank ihren Rückzug aus dem Handel mit Nahrungsmitteln.

“Die DZ-Bank-Gruppe und ihre Tochtergesellschaft Union Investment ziehen sich komplett aus dem Geschäft mit Nahrungsmittelspekulationen zurück.”

Das bestätigte die Bank der Verbraucherorganisation Foodwatch.

Damit folgt die Genossenschaftbank anderen Instituten wie der Deka oder der Commerzbank.

Mit dem Essen spielt man nicht !

Den Banken wird vorgeworfen mit dem Handel auf Agrarrohstoffe die Lebensmittelpreise nach oben zu treiben.
Doch bekanntlich hat alles zwei Seiten.
Grundsätzlich hat es für die Lieferanten der Agrarrohstoffe zunächst einmal einen Vorteil, wenn es jemanden gibt, der ihnen die Ware zu einem fest vereinbarten Preis abnimmt.
Das gibt den Erzeugern eine gewisse Planungssicherheit.

Der Abnehmer in spe möchte natürlich auch keine Verluste bei dem Geschäft machen und versucht die Ware ebenfalls vorzeitig zu einem bestimmten Preis zu verkaufen.
Auf der anderen Seite gibt es dann diejenigen, die die Ware wirklich benötigen.
Auch sie haben normalerweise ein Intersse an frühzeitig bekannten Preisen um ebenfalls entsprechend kalkulieren zu können.

Während also häufig ein “Spekulant” gebraucht wird um einer Seite Sicherheit zu geben, dürfte es in dem vorliegenden Fall nicht nötig sein, bzw. nur in kleinem Umfang.
Gehandelt werden an den Märkten aber Nahrungsmittel in Größenordnungen die teilweise gar nicht auf den Markt kommen, dies kann durchaus ein Grund für deutliche Preissteigerungen sein.
Allerdings gibt es keine wissenschaftlichen Belege dafür, dass der Handel mit Finanzderivaten auf Agrarrohstoffe tatsächlich den Preis für Lebensmittel antreibt.
Sicher ist lediglich, dass die Preisschwankungen deutlich höher ausfallen.

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