DZ Bank spekuliert nicht mehr mit Nahrungsmitteln

Immer mehr Banken verzichten offiziell auf den Handel mit Derivaten auf Agrarrohstoffe.
Diese Woche meldet die DZ Bank ihren Rückzug aus dem Handel mit Nahrungsmitteln.

„Die DZ-Bank-Gruppe und ihre Tochtergesellschaft Union Investment ziehen sich komplett aus dem Geschäft mit Nahrungsmittelspekulationen zurück.“

Das bestätigte die Bank der Verbraucherorganisation Foodwatch.

Damit folgt die Genossenschaftbank anderen Instituten wie der Deka oder der Commerzbank.

Mit dem Essen spielt man nicht !

Den Banken wird vorgeworfen mit dem Handel auf Agrarrohstoffe die Lebensmittelpreise nach oben zu treiben.
Doch bekanntlich hat alles zwei Seiten.
Grundsätzlich hat es für die Lieferanten der Agrarrohstoffe zunächst einmal einen Vorteil, wenn es jemanden gibt, der ihnen die Ware zu einem fest vereinbarten Preis abnimmt.
Das gibt den Erzeugern eine gewisse Planungssicherheit.

Der Abnehmer in spe möchte natürlich auch keine Verluste bei dem Geschäft machen und versucht die Ware ebenfalls vorzeitig zu einem bestimmten Preis zu verkaufen.
Auf der anderen Seite gibt es dann diejenigen, die die Ware wirklich benötigen.
Auch sie haben normalerweise ein Intersse an frühzeitig bekannten Preisen um ebenfalls entsprechend kalkulieren zu können.

Während also häufig ein „Spekulant“ gebraucht wird um einer Seite Sicherheit zu geben, dürfte es in dem vorliegenden Fall nicht nötig sein, bzw. nur in kleinem Umfang.
Gehandelt werden an den Märkten aber Nahrungsmittel in Größenordnungen die teilweise gar nicht auf den Markt kommen, dies kann durchaus ein Grund für deutliche Preissteigerungen sein.
Allerdings gibt es keine wissenschaftlichen Belege dafür, dass der Handel mit Finanzderivaten auf Agrarrohstoffe tatsächlich den Preis für Lebensmittel antreibt.
Sicher ist lediglich, dass die Preisschwankungen deutlich höher ausfallen.

EU enteignet die Sparer

Zypern ist klein und Zypern ist weit, aber was die EU ihren Bürgen als Zypern-Rettung verkauft ist unglaublich.
Zypriotische Banken sollen ihren Sparern 6,75 Prozent, bzw. 9,9 Prozent ihrer Guthaben als Beteiligung an der Rettung einziehen.

Für Guthaben bis 100.000 Euro gilt der Satz von 6,75 Prozent, darüber sind es 9,9 Prozent.

Sicher ist Zypern ein Land, dass lange Zeit von dem aufgeblähten Finanzsystem gelebt hat, doch geht es ja eigentlich zuerst um eine Bankenrettung und erst dann um die Rettung des Landes.
Derzeit liegen auf den zypriotischen Bankkonten ungefähr 43 Milliarden Euro die den Zyprioten selbst gehören und 20 Miliarden sind Einlagen von Ausländern.
Ein Land das lange deutlich über seinen Verhältnissen lebt muss natürlich immer damit rechnen, dass es den Gürtel auch mal enger schnallen muss (außer Amerika). In Zypern muss aber vor allem wegen dem aufgeblähten Bankensystem gerettet werden und da sollten zunächst mal diejenigen beteiligt werden, die zuvor davon profitierten.

Das sind einmal die Eigentümer der Banken und dann diejenigen die den Banken das Geld gegen hohe Zinsen zur Verfügung gestellt haben .
Bevor es also die Sparer erwischt, die glauben ihr Geld sicher angelegt zu haben, sollten mal die Käufer von zypriotischen Anleihen beteiligt werden.

Bei den Käufern ideser Anlaiehn wird es sich aber wiederum vor allem um Banken und Großinvestoren handeln, doch bleiben mal wieder außen vor.

Es bleibt abzuwarten, wie lange sich die Grichen, Italiener und Spanier noch sicher sind, nicht auch auf diese Weise zur Landesrettung herangezogen zu werden.
Das könnte einen wunderbaren „Bankenrun“ auslösen, der wiederum diese ganze Eurokrise endlich beenden könnte.
Nachdem Motto: Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.

Die deutschen Sparer können sich dann gleich bei Angela Merkel melden, die ja das Versprechen abgab:

Das Geld der Sparer ist sicher !

Hausbesitzer klagen gegen Grossbanken

In Amerika haben zahlreiche Hausbesitzer eine Sammelklage gegen 12 Großbanken eingereicht.
Grund für die Klage sind die Manipulationen um den Interbankenzins Libor, mittlerweile bekannt als LIBOR-Betrug.

Die Kläger argumentieren durch die Unregelmäßigkeiten bei der Festlegung des Zinses wurden ihre Kredite deutlich verteuert.
Die Händler der Großbanken in Nordamerika und Europa hätten besonders an Tagen, an denen Hypothekenzinsen festgelegt wurden, den Libor künstlich in die Höhe getrieben.

Ein Rechtsanwalt der Kläger sagte gegenüber der Financial Times, dass er sich vorstellen kann, das bis zu 100.000 Immobilienbesitzer gegen die Banken klagen könnten.

Zu den Banken die unter Verdacht stehen den Libor manipuliert zu haben ist auch die Deutsche Bank.
Mit der Manipulation haben die Banken ihren Refinanzierungskosten falsch dargestellt und so gewaltige zusätzliche Gewinne eingestrichen.

Wie hoch die Schadensforderungen der Kreditnehmer sind ist bisher nicht bekannt.
Das Schadensersatzforderungen in Amerika ganz andere Summen erreichen wie hierzulande ist aber bekannt.

 

Ex-Vermögensverwalter erhält 104 Millionen Dollar

Ein ehemaliger Vermögensverwalter der UBS hat jetzt 104 Millionen Dollar kassiert.
Das Geld gab es allerdings nicht von der Bank für die geleistete Arbeit, sondern von der amerikanischen Steuerbehörde IRS.

Die IRS zahlte Bradley Birkenfeld den Betrag für Informationen die er der Steuerbehörde gab.
Die Informationen betrafen Geschäfte der UBS mit reichen Amerikanern die in Verdacht standen Steuern zu hinterziehen.
In der Folge drohte der UBS in Amerika eine Klage, die durchaus auch das Ende der Schweizer Großbank bedeuten konnte.

Letztlich kam die Bank mit einer Bußgeldzahlung von 780 Millionen Dollar davon.
Zusätzlich mussten sie die Namen von ca. 4500 mutmaßlichen amerikanischen Steuerhinterziehern den Amerikanern nennen.

Seit dem lassen die Amerikaner nicht mehr locker auf der Jagd nach mutmaßlichen Steuerhinterziehern.
Zur Zeit haben sie ein auge auf 11 weitere Schweizer Banken geworfen, die in Verdacht stehen, ebenfalls bei der Steuerhinterziehung behilflich gewesen zu sein.

Bislang haben die Schweizer Geldhäuser, zu denen zum Beispiel Julius Bär und  die Credit Suisse gehören, noch keine Kundennamen genannt und eine mögliche Buße steht noch nicht fest.
Die Schweiz  ist bestrebt, ein globales Abkommen auszuhandeln, in dem sämtliche Steuerhinterziehungsvorwürfe der Amerikaner gegen alle Schweizer Banken geregelt werden sollen.