Peanuts

Rekordverlust bei der Deutschen Bank

Die Deutsche Bank präsentierte heute einen verherende Jahresbilnaz.
Rechtsstreitigkeiten, Konzernumbau und Stellenstreichungen führten zu einem Verlust von rund 6,7 Milliarden Euro.
Damit fällt der Verlsut deutlich höher aus als die „Experten“ erwartet hatten, diese hatten einen Verlust von etwas über 5 Milliarden Euro erwartet.

Zu den bereits bekannten Kosten und Aufwendungen kamen im vierten Quartal weitere 1,2 Milliarden Euro für Rückstellungen, um die Folgen früherer Geschäfte juristisch zu beenden.
Auch die Probleme im Privatkundengeschäft drückten auf der Ergebnis, hier hooft die Bank, dass sie sich im laufenden Jahr endlich von der Postbank trennen kann.

Es ist der bisher größte Jahresverlust der deutschen Bank und der zweite seit 2008.
In der Finanzkrise hatte die Deutsche Bank erstmals in einem Gesamtjahr rote Zahlen geschrieben und rund 3,9 Milliarden Euro Verlust gemacht.
Letztes Jahr hatte die Deutsche Bank noch rund 1,7 Milliarden Euro Gewinn ausgewiesen – mehr als doppelt so viel wie ein Jahr zuvor.

Naja 6,7 Milliarden fallen bei der Deutschen Bank wahrscheinlich noch unter Peanuts.
Stellt sich die Frage ob die Aktionäre das auch so sehen.

Griechische Banken brauchen mehr Geld

Griechische Banken brauchen mehr Geld und die EZB gibt es ihnen.
Das wäre eigentlich die richtige Überschrift für einen Handelsblatt-Artikel von heutigen Tage gewesen.

Doch das Handelsblatt titelt „EZB setzt griechischen Banken enge Grenzen„.
Aufgrund der Headline könnte man tatsächlich auf die Idee kommen, langsam ist Schluss mit dem ständigen Geldtransfer nach Griechenland.
Doch im dem Artikel selbst sieht es ganz anders aus. Die griechischen Banken benötiggen das Geld nicht um etwaige ausländische Verbindlichkeiten zu finanzieren, nein sie benötigen die zusätzlichen Euros weil die Griechen ihr Geld von der Bank abheben.

Ich kann die Griechen durchaus verstehen, dass sie versuchen ihre Euros nocht rechtzeitig in Sicherheit zu bringen bevor die einheimischen Baken eventuell kein Geld mehr haben.
Wenig Verständnis habe ich aber für unsere Politiker und die EZB die diese Spielchen ständig mitmacht und dabei doch letztlich das Geld derer ausgibt die bisher Zurückhaltung geübt haben.
Irgendwann sollte aber Schluss sein damit, dass sich das restliche Europa von Griechenland, der Politik und dem Großkapital verarschen lässt.

Da tut man so, als wolle man dem ganzen Einhalt gebieten und akzeptiert keine griechischen Statsanleihen mehr als Sicherheit für weitere Bankkredit und lässt dann das Geld über eine andere Schiene nach Griechenland fließen.

Schlimm finde ich nur, dass es in unserer ach so tollen Demokratie nicht möglich ist unseren Politikern etwas gesunden Menschenverstand aufzuwzingen.

Sehr passend dazu kommt gleich die nächste Schlagzeile aus Griechenland hinterher:

Athen verfehlt Haushaltsziel deutlich
Gut das wundert jetzt keinen mehr.
Warum das so ist muss man sich aber auch mal auf der Zunge zergehen lassen.
Die Griechen haben ihre Steuerzahlungen zurückgehalten.
Insbesondere die ungeliebte Immobiliensteuer ist vielen Einwohnern Griechenlands ein Dorn im Auge.

Ja liebe Leute mir ist die ungeliebte Zahlung der Lohnsteuer auch ein Dorn im Auge, die Grundsteuer mag ich auch nicht.
Aber kann ich die zurückhalten ?

Es ist einfach unglaublich.

Bankrun auf Fibank

Die bulgarische Fibank, eine der größten Banken des Landes, und seit einiger Zeit auch auf dem deutschen Markt aktiv, kommt zunehmend unter Druck.
Heute hat es auf die Bank einen regelrechten Run gegeben.
Laut Reuters haben sich vor den Bankschaltern lange Schlagen gebildet, da die Kunden der Fibank versucht haben ihre Guthaben abzuheben.
Die bulgarische Zentralbank berichtet, dass die Fibank innerhalb weniger Stunden rund 800 Millionen Lew, umgerechnet rund 500 Millionen Euro an Einlagen verloren hat.
500 Millionen Euro sind rund zehn Prozent der Bilanzsumme der Fibank.

Derzeit ist noch nicht klar wer oder was hinter der Verunsicherung der Kunden steckt.
Die Fibank selbst spricht von böswilligen Gerüchten die in Umlauf gebracht wurden, sie sei Opfer eines „beispiellosen kriminellen Angriffs“ geworden.

Auch deutsche Anleger betroffen

Die Fibank ist seit einigen Monaten auch auf dem deutschen Markt aktiv.
Über „Weltsparen.de“ können deutsche Sparer ein Konto eröffnen um von den lukrativen Zinsen zu profitieren.
2,5 Prozent Zinsen können die Kunden erwarten wenn sie ihr Geld der Fibank für 12 Monate anvertrauen.

100.000 Euro sind sicher

Die Fibank ist Mitglied des europäischen Einlagensicherungssystems, dem Sicherungssystem zufolge sind Einlagen bis 100.000 Euro pro Kunde gesetzlich geschützt.
Allerdings haftet die EU nicht als Ganzes für eine eventuelle Bankenpleite.
Stattdessen bürgt jeder Mitgliedsstaat zunächst einmal alleine für die Banken seines Landes, deutsche Sparer müssten also im Falle der Pleite sich an den bulgarischen Staat wenden um ihr Geld wiederzusehen.

Mal sehen wie es in Bulgarien weiter geht.
Bereits vergangene Woche wurde schon die kleinere Corpbank Opfer eines Bank-Runs.
Offensichtlich gibt es tatsächlich ein Interesse bulgarische Banken zu destabilisieren.

Franzoesische Banken wollen deutsche Firmen

BNP und SocGen wollen Geschäft in Deutschland ausbauen

„Der Mittelstand hat mehr als 1.200 Firmen in seinen Reihen, die Weltmarktführer auf ihren jeweiligen Feldern sind“, sagt der Vize-Chef der französischen Bank BNP Paribas in Deutschland. Diese Unternehmen würden schon heute einen großen Teil ihrer Produkte exportieren.
Trotz aller Verwurzelung in Deutschland, ist er überzeugt, dass diese Unternehmen auf der ganzen Welt unterschiedlichste Bankdienstleistungen und Betreuung vor Ort benötigen.

Sie passen damit genau ins Beuteschema der BNP Paribas, die in rund 80 Ländern der Erde vertreten ist.
Um mit mehr deutschen Unternehmen ins Geschäft zu kommen, eröffnet BNP im Laufe des Jahres drei neue Betreuungszentren in Hannover, Berlin und Nürnberg.
Im vergangenen Jahr hat die größte französische Bank bereits mehr als 100 neue Firmenkunden im östlichen Nachbarland gewonnen.

Druck auf Commerzbank und Landesbanken nimmt dadurch weiter zu

Die BNP profitiert dabei auch davon, dass die deutsche Volkswirtschaft größer ist als BNPs Heimatmarkt und schneller wächst.
Für Frankreich rechnet die EU-Kommission in diesem Jahr nur mit einem Plus von einem Prozent, in Deutschland geht sie von 1,8 Prozent aus. Hinzu kommt, dass BNP und ihr kleinerer Konkurrent Societe Generale seit der Finanzkrise massiv Risiken abgebaut und ihre Kapitalpolster gestärkt haben.
Nun blasen die französischen Marktführer zum Angriff, während viele deutsche Konkurrenten noch mit Schrumpfen und dem Abbau von Altlasten beschäftigt sind.
„Deutschland ist für Societe Generale in den kommenden Jahren ein Wachstumsschwerpunkt“, sagt Guido Zoeller, der Deutschland-Chef von Frankreichs zweitgrößter Bank. Im Kapitalmarktgeschäft arbeitet SocGen bisher vor allem mit großen deutschen Unternehmen zusammen. Aber dabei soll es laut Zoeller nicht bleiben. „In Zukunft wollen wir unseren Kundenstamm etwas nach unten ausbauen, aber nicht wie andere Auslandsbanken um kleine Mittelständler werben.“ Die drittgrößte französische Bank Credit Agricole spielt Finanzkreisen zufolge ebenfalls mit dem Gedanken, ihr Geschäft in Deutschland auszubauen.

Die deutschen Geldhäuser müssen sich somit auf einen noch härteren Kampf um heimische Unternehmen einstellen.
Die Ergebnisse der Commerzbank und vieler Landesbanken hängen stark vom Firmenkundengeschäft ab.
Und die Gewinnmargen in diesem Bereich sind in Deutschland wegen des intensiven Wettbewerbs zwischen Privatbanken, Landesbanken, Sparkassen und genossenschaftlichen Instituten bereits heute so niedrig wie in kaum einem anderen Land. „Deutschland ist ein relativ risikoarmer Markt, allerdings sind auch die Margen nicht die höchsten“, räumt SocGen-Manager Zoeller ein.

Ob die Wachstumspläne der Franzosen in Deutschland aufgehen, ist allerdings fraglich, viele Mittelständler stehen den ausländischen Banken grundsätzlich skeptisch gegenüber.