Neues Bankengesetz in der Schweiz

Mit einem neuen Gesetz will die Schweiz jetzt an das Geld der Diktatoren.
Viele Jahre hatten korrupte Diktatoren ein leichtes Spiel, sich über Nummernkonten in der Schweiz an den Geldern ihrer Bevölkerung zu bereichern.
Mobutu, Duvalier und Marcos sind nur einige der bekannten Ex-Diktatoren die ihr unrechtmäßig erworbenes Vermögen auf Schweizer Nummernkonten gebunkert hatten.
Nach Schätzungen liegen in der Schweiz über 150 Milliarden Dollar die den verschiedenen Völkern von ihren Diktatoren gestohlen wurden.
Bislang ist es so gewesen, dass die Schweizer nur reagieren konnten, wenn das betroffene Land bzw. die Nachfolgeregierung ein Strafverfahren gegen den ehemaligen Diktator eingeleitet hat.
Das ist aber in vielen Fällen nicht geschehen.

Schweizer Banken werden zum Robin Hood

Nach altem Recht musste die Schweiz beweisen, dass der Diktator unrechtmäßig zu seinem Geld gekommen war.
Das war nicht nur mühsam, sondern oft auch unmöglich.
Letztlich führte es dazu, dass die Schweiz fast acht Millionen Franken an die Familie des früheren Präsidenten von Zaire zurückzahlen musste.
Mit dem neuen Gesetz muss ab sofort der Kontoinhaber beweisen, dass er das Geld rechtmäßig erworben hat.
Das neue Gesetz soll zur Folge haben, dass die Gelder der jeweiligen Bevölkerung zugutekommen werden.
Die Schweizer Behörden bemühen sich schon länger, gestohlene Gelder zurückzugeben.
So erhielten die Philippinen Millionen aus dem Marcos-Besitz.
Nigeria bekam 700 Millionen Dollar zurück, die Diktator Sani Abacha geraubt hatte.

Haitis Ex-Diktator Duvalier könnte der erste sein, der von dem Gesetz betroffen ist, obwohl Haitis neues Regime keine Strafanzeige gestellt hat.
Es geht um sieben Millionen Franken.
Aber auch die Tunesier könnten von der neuen Rechtslage profitieren.

Geschrieben von thomas am 31. Januar 2011 | Abgelegt unter Banken | Ein Kommentar

Ein Kommentar zu “Neues Bankengesetz in der Schweiz”

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