16 Banken unter Verdacht

Die EU ermittelt gegen 16 Banken wegen des Verdachts auf Absprache bei Kreditversicherungen.
Auch die Deutsche Bank und die Commerzbank sind in das Visier der EU-Ermittler geraten.
Außer gegen die beiden deutschen Banken wird gegen 14 internationale Investmentbanken ermittelt, sie sollen sie sich bei Kreditausfallversicherungen, kurz CDS (Credit Default Swaps) in illegaler Weise abgesprochen haben.

Credit Default Swaps

CDS funktionieren wie Versicherungen: Sie werden ausgezahlt, wenn der Schuldner nicht mehr zahlen kann.
Seit der Finanzkrise ist der Ausdruck CDS auch Nicht-Bankern ein Begriff.
Die Höhe der Versicherungsprämie für einen Kredit, lässt auf die Bonität des Gläubigers schließen.
Die Credit Default Swaps sind während der Finanzkrise aber auch in Verruf gekommen, denn sie erlauben auch Spekulanten auf eine bevorstehende Pleite des Gläubigers zu wetten.
Es gibt Vorwürfe, dass es im Zuge der Schuldenkrise in der Eurozone die Spekulation am CDS-Markt gegen finanzschwache Mitgliedsländer wie etwa Griechenland die Krise noch verstärkt hat.

Die Wettbewerbshüter der EU prüfen jetzt ob die 16 Investmentbanken und Markit, der führende Anbieter von Finanzinformationen auf dem CDS-Markt, sich in illegaler Weise absprachen.
Es liegen Hinweise vor, dass die Banken den Großteil aller wichtigen Tagesdaten etwa zu Preisen ausschließlich an Markit weitergeben haben.
Ein Verhalten, dass gegen europäisches Kartellrecht verstösst.
Neben der Commerzbank und der Deutschen Bank wird unter anderem noch gegen JP Morgan, Barclays, Goldman Sachs und die Société Générale ermittelt.

Geschrieben von thomas am 29. April 2011 | Abgelegt unter Banken | Ein Kommentar

Ein Kommentar zu “16 Banken unter Verdacht”

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