Jetzt sind die Schattenbanken dran

Heute meldet Reuters:
“Die Finanzaufseher wollen nach der Finanzkrise endlich auch die sogenannten “Schattenbanken” in den Griff bekommen.”
Scheinbar ist die ganze Welt der Meinung, die Finanz- und Kreditkrise in Europa hat sich in Luft aufgelöst nachdem unsere Spitzenpolitiker zu der Einsicht gekommen sind, dass Griechenland einen Schuldenerlass braucht und der zukünftige Rettungsschirm EFSF noch größer werden muss.

Naja wolen wir sie mal in dem Glauben lassen, die Finanzaufseher können sich jetzt über die Hedgefonds und andere Großinvestoren her machen.
Als ersten Schritt will der Finanzstabilitätsrat (FSB), dem Aufsichtsbehörden und Zentralbank-Experten aus 24 Ländern angehören, nun in einer jährlichen Studie die globalen Trends und Risiken unter die Lupe nehmen, die von diesen großen Kapitalsammelstellen ausgehen.
Zwischen 2002 und 2007 waren die Kapitalsammelstellen von 27 Billionen auf 60 Billionen Dollar gewachsen – und auch nach der Finanzkrise nicht geschrumpft. Man beachte – Nach der Finanzkrise.

Die Finanzaufseher fürchten, dass die stärkere Regulierung der normalen Geldhäuser Schattenbanken für Investoren noch attraktiver macht und dies ihre Bemühungen unterhöhlt.
Da könnten die Herren Finanzaufseher wohl Recht haben.

Wenn man alleine heute sieht, dass die Aktien europäischer Banken aufgrund des Ergebnissen in Brüssel um über 15 Prozent gestiegen sind, ist das doch ein ganz kleines Indiz dafür, dass wieder Zocker am Werk sind.
Das Geschrei ist nur nicht so groß, da sich die Kurse nach oben bewegen. Doch die Auslöser für diese Kurssprünge sind doch die gleichen egal ob die Aktien steigen oder fallen.

Ich bin schon gespannt wie die Finanzexperten, jetzt nach der Finanzkrise, die Zocker in den Griff bekommen.

Geschrieben von thomas am 27. Oktober 2011 | Abgelegt unter Fonds | Kommentare deaktiviert

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