Bankrun auf Fibank

Die bulgarische Fibank, eine der größten Banken des Landes, und seit einiger Zeit auch auf dem deutschen Markt aktiv, kommt zunehmend unter Druck.
Heute hat es auf die Bank einen regelrechten Run gegeben.
Laut Reuters haben sich vor den Bankschaltern lange Schlagen gebildet, da die Kunden der Fibank versucht haben ihre Guthaben abzuheben.
Die bulgarische Zentralbank berichtet, dass die Fibank innerhalb weniger Stunden rund 800 Millionen Lew, umgerechnet rund 500 Millionen Euro an Einlagen verloren hat.
500 Millionen Euro sind rund zehn Prozent der Bilanzsumme der Fibank.

Derzeit ist noch nicht klar wer oder was hinter der Verunsicherung der Kunden steckt.
Die Fibank selbst spricht von böswilligen Gerüchten die in Umlauf gebracht wurden, sie sei Opfer eines “beispiellosen kriminellen Angriffs” geworden.

Auch deutsche Anleger betroffen

Die Fibank ist seit einigen Monaten auch auf dem deutschen Markt aktiv.
Über “Weltsparen.de” können deutsche Sparer ein Konto eröffnen um von den lukrativen Zinsen zu profitieren.
2,5 Prozent Zinsen können die Kunden erwarten wenn sie ihr Geld der Fibank für 12 Monate anvertrauen.

100.000 Euro sind sicher

Die Fibank ist Mitglied des europäischen Einlagensicherungssystems, dem Sicherungssystem zufolge sind Einlagen bis 100.000 Euro pro Kunde gesetzlich geschützt.
Allerdings haftet die EU nicht als Ganzes für eine eventuelle Bankenpleite.
Stattdessen bürgt jeder Mitgliedsstaat zunächst einmal alleine für die Banken seines Landes, deutsche Sparer müssten also im Falle der Pleite sich an den bulgarischen Staat wenden um ihr Geld wiederzusehen.

Mal sehen wie es in Bulgarien weiter geht.
Bereits vergangene Woche wurde schon die kleinere Corpbank Opfer eines Bank-Runs.
Offensichtlich gibt es tatsächlich ein Interesse bulgarische Banken zu destabilisieren.

Geschrieben von thomas am 27. Juni 2014 | Abgelegt unter Banken | Kommentare deaktiviert

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