Wichtige Banken brauchen mehr Eigenkapital

Die wichtigsten Banken der Welt sollen künftig mehr Eigenkapital vorhalten müssen.
Die Gouverneure der Notenbanken und Aufsichtsbehörden aus 27 Ländern einigte sich in Basel auf einen Zuschlag von 1,0 bis 2,5 Prozent.
Das nötige zusätzliche Eigenkapital wird abgestuft nach der Systemrelevanz der Bank festgelegt.
Das heißt entscheident für die Größe des zusätzlichen Kapitalpuffers ist die Größe, die Vernetzung und die Bedeutung der Bank für das internationale Banksystem.
Der Kapitalpuffer soll ausschließlich aus hartem Kernkapital, also Aktien und Gewinnrücklagen, bestehen.

Bisher ist noch nicht bekannt welche und wie viele Banken von dem Beschluss betroffen sein werden,
die Rede ist von 25 bis 30 Kreditinstituten.
Von den deutschen Banken gilt die “Deutsche Bank” als sicher betroffen von den neuen Richtlinien, sollten es wirklich 30 Banken sein, die zusätzliches Eigenkapital vorhalten müssen, dürfte aus Deutschland auch noch die Commerzbank betroffen sein.
Die Beschlüsse müssen noch vom Finanzstabilitätsrat (FSB)abgesegnet werden, letzlich werden aber die politischen Führer der G20-Staaten darüber entscheiden.

Die Bankenaufseher wollen mit den Anforderungen erreichen, dass die systemrelevanten Kreditinstitute keine so große Risiken eingehen wie zuletzt und das gesamte Bankensystem ins Wanken bringen.

Eingeführt werden sollen die verschärften Kapitalquoten für die weltgrößten Banken stufenweise von 2016 bis 2018.
Nach den Vorschriften von “Basel III” müssen bis dahin alle Kreditinstitute ohnehin eine harte Kernkapitalquote von sieben Prozent aufbauen.
Die Deutsche Bank muss dann zum Beispiel statt der 7 Prozent, ein Kernkapiatal von 8,0 bis 9,5 Prozent aufbauen.

Geschrieben von thomas am 25. Juni 2011 | Abgelegt unter Banken | Kommentare deaktiviert

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