Vorstandschef bei der UBS geht

Der Posten des Vorstandvorsitzenden bei der schweizerischen Großbank UBS ist vergleichbar mit eine Trainierjob bei einem Fußballverein.
Wenns nicht läuft muss ein Neuer her.
Das spürte  jetzt auch Oswald Grübel, der nach offizieller Aussage der UBS am Wochenende seinen Rücktritt erklärte.
Bei der UBS ging in letzter Zeit viel schief.

Ist der Spekulationsskandal schuld ?

Wohl nicht ganz grundlos kommt der Rücktritt direkt nach dem Bekanntwerden, dass ein Händler der UBS mal eben 2,3 Milliarden Dollar verzockt hat.
Eigentlich müsstte man die UBS ja beruhigen, nach dem Motto “Das Geld ist ja nicht weg – es hat jetzt nur ein anderer”.
Es ist aber schon toll wie es einem jungen 31-jährige Händler mit dem Namen “Kweku Adoboli” gelingt mal eben solche Positionen einzugehen.
Obgleich es ja vor nicht langer Zeit einen Fall bei der französichen Bank Société Générale gab.
Jérôme Kerviel verursachte mit angeblich  nicht autorisierten Spekulationen einen Schaden von knapp fünf Milliarden Euro.

Jedenfalls geht Oswald Grübel und mit Sergio Ermotti kommt bereits der vierte Vorstandschef in vier Jahren.
Vier Chefs in vier Jahren, damit macht die UBS jedenfalls jedem Fußball-Bundeligaverein Konkurrenz.

Aber es wird auch schon spekuliert, dass nicht nur Grübel geht.
Auch viele Investmentbanker der UBS sind wohl auf dem Absprung, denn nach dem Spekulationsverlusten von Adoboli dürfte für viele der Investmentbanker der Bonus für das laufende Geschäftsjahr ausfallen.

 

Geschrieben von thomas am 25. September 2011 | Abgelegt unter Banken | Kommentare deaktiviert

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