Bad Banks sorgen für steigende Schulden

Das Statistische Bundesamt hat heute Zahlen zur Verschuldung Deutschlands veröffentlicht.
Danach hat die Rettung der angeschlagenen deutschen Banken die Verschuldung in Deutschland so stark in die Höhe getrieben wie noch nie vorher in der Geschichte der Bundesrepublik.
Allein seit dem Krisenjahr 2009 stiegen die Schulden um 304,4 Milliarden Euro oder 18 Prozent.

Bund, Länder und Gemeinden waren zum Jahresende insgesamt mit 1998,8 Milliarden Euro verschuldet.
Dies bedeutet, jeder Bundesbürger ist mit 24.450 Euro verschuldet.

Der Hauptgrund des starken Schuldenanstiegs sind die deutschen “Bad Banks”.
Allein die Stützung der Hypo Real Estate und der WestLB trieben den Schuldenstand um 232,2 Milliarden Euro in die Höhe.

Durch die WestLB wurde auch das Bundesland Nordrhein-Westfalen besonders stark belastet, die Schulden stiegen um ca. 40 Prozent.

In die Zahlen des Statistischen Bundesamts werden sowohl die Schulden am Kapitalmarkt als auch die Kassenkredite mit eingerechnet.
Sie beziehen sich auf Kernhaushalte von Bund, Ländern und Kommunen sowie die jeweiligen Extrahaushalte. Die Schulden der Sozialversicherungen sind in der Statistik nicht enthalten.

Geschrieben von thomas am 21. Februar 2011 | Abgelegt unter Banken | Ein Kommentar

Ein Kommentar zu “Bad Banks sorgen für steigende Schulden”

  1. Mirjam Scheffoldam 6. März 2011 um 21:01 Link zum Kommentar

    Der Artikel ist großartig, besten Dank. Ich hatte bloß zunächst Schwierigkeiten, den RSS-Feed zu in meinen Reader zu laden. Geschieht das anderen Blogbesuchern gleichfalls? Egal, jedenfalls hat es dann funktioniert, wird sich zeigen, ob der RSS funktioniert wie er soll.