Steuersünderdaten für Wikileaks

Eigentlich war es in den letzten Tagen recht ruhig um die Enthüllungsplatform Wikileaks.
Von den abertausenden von Geheimen Dokumenten wurde bisher nur ein Bruchteil veröffentlicht und die Brisanz der Artikel hielt sich auch in Grenzen.
Jetzt will ein Ex-Banker über Wikileaks brisante Bankdaten veröffentlichen.
Besonders prominente Steuersünder, auch aus Deutschland, sollen betroffen sein, berichtete die Schweizer Zeitung “Der Sonntag”. Der Schweizer Ex-Banker ist Rudolf Elmer, der 2002 seinen Posten bei Julius Baer aufgeben musste und ab Mittwoch wegen Verletzung des Bankgeheimnisses vor Gericht stehen wird.
Auf zwei CDs seien die Namen und Kontodaten von rund 2000 Bankkunden, sagte Elmer dem Blatt zufolge.
Darunter sollen prominente Namen aus der Wirtschaft, Künstler und etwa 40 Politiker sein.
Genannt werden Multimillionäre, internationale Firmen und Hedgefonds aus mehreren Ländern, darunter die USA, Deutschland und Großbritannien.

Rudolf Elmer verhalf  WikiLeaks als einer der ersten zu internationaler Aufmerksamkeit.
Er hatte seinem Ex-Arbeitgeber während seiner Tätigkeit auf den Cayman Islands Kundendaten entwendet, die er dann vor ein paar Jahren auf der Enthüllungsplattform veröffentlichte. Mit den Daten wollte Elmer belegen, wie die Bank vermögenden Kunden systematisch bei der Hinterziehung von Steuern behilflich war.

Assange hatte bereits letztes Jahr für Anfang diesen Jahres Enthüllungen von Dokumenten aus dem Besitz der Bank of America angekündigt, bisher hat es in dieser Richtung keine weiteren Aussagen gegeben.

Geschrieben von thomas am 17. Januar 2011 | Abgelegt unter Banken | Kommentare deaktiviert

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