Pimco trennt sich von allen US-Staatsanleihen

Pimco, der weltgrößte Bondinvestor, wird sich von allen US-Staatsanleihen trennen.
Die Tochtergesellschaft des Versicherungskonzerns Allianz teilte heute Nacht mit, dass der weltgrößte Anleihefonds, der Total Return Fund von Pimco, erstmals in seiner Geschichte keine Schuldtitel mehr hält, hinter denen die USA stehen.

Grund ist die Besorgnis über einen Kursfall der Staatspapiere, wenn die US-Notenbank im April ihre Stützungskäufe beendet.
Nach Einschätzung von Pimco-Gründer Bill Gross, der den 237 Mrd. Dollar schweren Total Return Fund verwaltet, landeten seit Beginn des Aufkaufprogramms im November rund 70 Prozent aller neu emittierten Staatsanleihen bei der Fed.

Bill Gross rechnet damit, dass die Renditen nach Ablauf des Aufkaufprogramms zulegen werden.
Es sei rational, für zehnjährige US-Staatsanleihen eine Rendite von vier Prozent zu erwarten, glaubt Gross.
Am Mitttwoch notierte die zehnjährige Staatsanleihe bei knapp 3,5 Prozent, Ende Oktober 2010 hatte sie noch bei 2,4 Prozent gelegen.

Es gibt Bedenken, dass Turbulenzen im US-Anleihemarkt auch Schuldtitel anderer Staaten erfassen könnten.
Dieser Schritt und die Bekanntgabe ist ein deutliches Signal dafür, wie negativ “Profi-Anleger” die Titel, trotz des bereits erfolgten Renditeanstiegs bewerten.

Pimco-Gründer Gross hatte schon die Immobilienkrise vorausgesagt.
Es wird an den Anleihemärkten noch spannend bleiben.

Geschrieben von thomas am 10. März 2011 | Abgelegt unter Fonds | Kommentare deaktiviert

Kommentarfunktion ist deaktiviert.