Gefahr bei Überweisungen nach China

Das derjenige, der Onlinebanking betreibt immer mit einem gewissen Risiko lebt, dass sein Computer Opfer eines Hackerangriffs wird, sollte bekannt sein.
Doch jetzt haben sich die Hacker eine neue Methode einfallen lassen, die auch Überweisungen betrifft von denen auch andere Überweisungen betroffen sind.
Sie attackieren nicht das Onlinebanking-Programm sondern das Mail-Programm von Unternehmen.

Seit einiger Zeit kommt es in den chinesischen AHK-Büros gehäuft zu Anfragen bezüglich der Kontoinformation ihrer Lieferanten.
Offenbar greifen Hacker gezielt mailserver an und fangen elektronische Zahlungsanforderungen ab. Diese werden dann mit geänderten Kontodaten an den ursprünglichen Empfänger weitergeleitet.

Konkret wurd der Fall einer deutschen Firma bekannt, die bei einem chinesischen Schmucklieferanten mit Firmensitz in Hongkong eine Bestellung tätigte.
In der Rechnung erhielt die deutschen die Kontodaten eines ganz anderen Kontobesitzers, auf dessen Konto dann auch die Zahlung erfolgte.
Der Fehler wurde erst bemerkt, als die chinesische Firma beim deutschen Käufer die noch offene Rechnung anmahnte.

Daher sollte bei per Mail eingehenden Rechnungen immer geprüft werden ob der Name des Kontoinhabers und der Ort der Bankkontos mit den ursprünglichen Kontaktdaten übereinstimmt.
Ist die Email sonst auffällig anders, zum Beispiel der Schreibstil.

Sollten Zweifel bestehen ist unbedingt bei Eingang der Rechnung nochmals telefonsich Kontakt mit dem Lieferanten aufzunehmen um die Details zu bestätigen.

Bermerken Sie den Fehler zu spät, sollte versucht werden über die Hausbank die Transaktion noch abzubrechen.
Ist das Geld erst mal auf der Gegenseite gebucht,lässt sich nicht mehr viel erreichen, die ausländischen Banken selbst können kaum helfen.

Geschrieben von thomas am 9. August 2011 | Abgelegt unter Onlinebanking | Kommentare deaktiviert

Kommentarfunktion ist deaktiviert.