Kartellamt setzt Banken Ultimatum

Im Streit um die hohen Gebühren an Geldautomaten hat das Bundeskartellamt jetzt den Banken ein Ultimatum gestellt.
Die Banken müssen “baldmöglichst, spätestens aber bis Mitte August” neue Vorschläge zu geringeren Entgelten bei der Nutzung fremder Automaten machen.
Die Geldinstitute hatten für die Bargeldabhebung an den Geldautomaten eine Obergrenze von 5 Euro vorgeschlagen, diese war dem Kartellamt aber zu hoch und hat den Vorschlag abgelehnt.
Derzeit werden durchschnittlich fast 6 Euro pro Bargeldabhebung bezahlt.
Die einzelnen Sparkassen untereinander oder die Volksbanken in ihrem Verbund stellen sich ca. 30 Cent bis ein Euro in Rechnung.
Ob dies aber das Kartellamt als Richtschnur ansieht ist noch offen.

Eine gemeinsame Linie der Kreditinstitute ist nicht in Sicht.
Die Privatbanken sind für eine Obergrenze und halten dabei einem Sprecher zufolge die vom Kartellamt signalisierte Summe von maximal einem Euro für sachgerecht.
Sparkassen und Volksbanken, die das größte Automatennetz in Deutschland betreiben, wollen dagegen am liebsten keine Begrenzung.
Sie betonen, dass die tatsächlichen Kosten einschließlich Wartung und Bargeldversorgung um ein Vielfaches höher liegen.

Geschrieben von thomas am 8. Juli 2010 | Abgelegt unter Banken | Kommentare deaktiviert

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