Herabstufung der US-Banken lässt Beraterbanken schwitzen

Die Ratingagenturen schlagen mal wieder zu und stufen im großen Umfang die Bonität verschiedener Banken herab.
Wähend Standard & Poors in Italien gleich 7 Banken herabgestuft hat, hat Moody´s 3 amerikanische Großbanken deutlich herabgestuft.

Erwischt hat es auch mit der Bank of Amerika das größte Finanzhaus der Vereinigten Staaten.
Die Herabstufung fiel auch sehr deutlich aus.
Statt eines Ratings „A2″ setzt Moody’s die Bank of America nur noch auf ein befriedigendes “Baa1″ mit negativen Ausblick.

Grund für die deutliche Herabstufung der amerikanischen Großbanken sind Zweifel ob die US-Regierung bei einer neuerlichen Schieflage in Not geratene Banken auffängt.
So hat bei der letzten Finanzkrise die Bank of Amerika eine Finanzspritze von über 45 Milliarden Dollar erhalten.

Warum schwitzen die Berater-Banken ?

Sie haben wieder kräftig Zertifikate des amerikanischen Bankhauses an ihre Kunden abgesetzt.
Häufig waren es sogenannte “Garantiezertifikate” zum Beispiel “Express-Zertifikate” die den Kunden am Ende der Laufzeit mindestens ihr eingesetztes Kapital garantieren.
Und so wird das wohl auch an die Kundschaft gebracht worden sein.
Anlegern, denen es wichtig war, dass sie ihr Kapiatl nicht verlieren werden.
Inwieweit die Kunden über ein etwaiges Emittentenrisiko aufgeklärt wurden sei mal dahin gestellt.
Es sind noch zahlreiche dieser Zertifikate im Umlauf, da nach der Finanzkrise bei diesen Zertifikaten nur noch der Garantiebetrag zu erwarten ist und dieser eben erst am Ende der mehrjährigen Laufzeit gezahlt wird.

Solle tatsächlich der unwahrscheinliche Fall eintreten, dass die Bank of America zahlungsunfähig wird, dürfte auf einige der Beraterbanken wieder Klagen der Anleger zukommen, auch wenn es zuletzt ein bankenfreundliches Urteil des BGH zu den Lehman-Papieren gegeben hat.

Geschrieben von thomas am 8. Oktober 2011 | Abgelegt unter Zertifikate | Kommentare deaktiviert

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