Deutsche Banken sind Griechenlands größte Gläubiger

Bisher haben die deutschen Banken immer abgewinkt wenn das Thema griechische Staatsanleihen waren.
“Nicht der Rede wert” – war meist die Aussage der Bänker zu den griechischen Anleihen in ihren Portfolios.

Doch nach dem heute veröffentlichten Quartalsbericht des BIZ sind die deutschen Banken die größten privaten Auslandsgläubiger Griechenlands.
Insgesammt belaufen sich die Forderungen der deutschen Finanzinstitute auf über 30 Milliarden Euro.
Den größten Anteil hält – wie sollte es auch anders sein – die bereits verstaatlichte Hypo Real Estate mit über 7 Milliarden Euro.
Dann kommt auch schon der nächste deutsche Problemfall, die Commerzbank mit 3 Milliarden Euro.
Die Deutsche Bank ist mit “nur” 1,6 Milliarden Euro dabei.

rechnet man die Kredite an die griechische Privatwirtschaft dazu kommen nochmals 34 Milliarden Dollar hinzu.
In diesem Bereich sind die Franzosen allerdings stärker engagiert als die deutschen Kreditinstitute.
Die französischen Banken sind mit über 57 Milliarden Dollar im griechischen Markt investiert. Den größten Anteil daran hat allerdings die Emporiki Bank, deren Anteil wird Frankreich zugeordnet, da sie eine Tochter der französischen Bank Agricole ist.

Die Namen der größten Gläubigerbanken liest sich wie ein “Who is Who” der Banken, die auch sonst schon schwer gebeutelt wurden (besonders hoch gezockt haben).
So kommt an dritter Stelle die belgische Dexia mit einem Kreditvolumen von 3,5 Milliarden Dollar.
Quelle für die Zahlen zu den einzelnen Banken ist Goldman Sachs.

Gemessen am Eigenkapital dürfte ein Haircut die deutschen Geldinstitute kaum in Schwierigkeiten bringen, lieber ist es ihnen natürlich wenn der Staat und damit der Steuerzahler für ihre eingegangen Risiken einspringt.

Bis es zur einer Entscheidung kommt wird aber noch einige Zeit vergehen, denn die Politik hat ja eine andere Lösung vorgesehen.
Sie wollen jetzt ein Reprofiling der Schulden.
Bestimmt eine Super Idee, aber was ist das denn ?

Geschrieben von thomas am 6. Juni 2011 | Abgelegt unter Banken | Kommentare deaktiviert

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