US-Banken im Visier von WikiLeaks

Nach der Veröffentlichung der US-Diplomatendepeschen hat WikiLeaks angekündigt vertrauliche Dokumente einer amerikanischen Großbank zu veröffentlichen.
Während die Veröffentlichungen der Diplomatennachrichten keine Auswirkungen auf die Börsen hatten, scheint es bei den Banken anders zu kommen.
Julian Assange hat in einem am Montag veröffentlichten Interview die Enthüllungen für Anfang des kommenden Jahres angekündigt.
Viele Investoren fürchten jetzt, dass die Bank of America gemeint sein könne.
Da Assange bereits im Oktober des vergangenen Jahres behauptete, WikiLeaks verfüge über fünf Gigabyte an Daten von der Festplatte eines Managers der Bank of America.
Es geht um “Es gehe um ungeheuerliche Verstöße und unethische Praktiken”, sagte Assange.
Das bei diesen Veröffentlichungen von Wikileaks deutlich unschönere Details auf den Tisch kommen als bei den zuletzt veröffentlichten Dokumenten halte ich für wahrscheinlich.

Die Meinung, dass Bankmanager vorrangig ihre eigenen Interessen im Blick haben, ist nicht neu.
Ob und welche Beweise Wikileaks jetzt aber für die von vielen Marktbeobachtern ohnehin vertretene These liefert, darauf ist nicht nur die Finanzwelt äußerst gespannt.

Die Kurse der amerikanischen Bankaktien von Bank of America und Goldman Sachs entwickeln sich jedenfalls in dieser Woche deutlich schlechter als der Gesamtmarkt.

Geschrieben von thomas am 1. Dezember 2010 | Abgelegt unter Banken | Ein Kommentar

Ein Kommentar zu “US-Banken im Visier von WikiLeaks”

  1. buch leseram 1. Dezember 2010 um 18:29 Link zum Kommentar

    Da jammert die deutsche Regierung über die Veröffentlichung von wikileaks rum, dass das “rechtswiedrig erworbene Daten sind”. Toll, als die Regierung die Daten von den schweizerischen CD’s gekauft hat war das alles in Ordnung, jetzt, wo sie selber am Pranger stehen, ist das auf einmal höchst bedenklich. Ich kann nur Sagen, was für Heuchler.